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Bericht im Neuen Tag vom 26.08.2002

Eine Brauerei auf vier Rädern

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Den ersten Schluck ihres selbst gebrauten Bieres genehmigten sich bei der Vorstellung ihres Braumobiles in der Öffentlichkeit die drei Konstrukteure Wolfgang Gradewald, Gerhard Kaiser und Reinhard Schultes, von links. (dih) Bild: (dih)

 

Drei Waldershofer Tüftler konstruieren Biermobil - Bei Schlemmermeile im Einsatz

Lengenfeld. (dih) Wer hat schon ein Sudhaus auf vier Rädern und kann direkt vor Ort das Bierbrauen vorführen? Antwort: drei Waldershofer. In einer kleinen Feierstunde präsentierten Wolfgang Gradewald und Gerhard Kaiser aus dem Ortsteil Lengenfeld sowie Reinhard Schultes aus dem Ortsteil Poppenreuth ihr Braumobil der Öffentlichkeit.

Es ist schon etwas besonderes, was das erfinderische Trio da auf die Beine uder vielmehr auf die Räder stellte. Ihres Wissens gibt es außer der ihren in ganz Deutschland keine Brauerei auf vier Rädern; auch europaweit ist ein ähnliches Projekt nicht bekannt.

Die Idee zur Erstellung eines Braumobiles kam von Wolfgang Gradewald, der im Bamberg einen Braukurs absolvierte. Nach einem Gespräch mit seinen Freunden Reinhard Schultes und Gerhard Kaiser folgten bald Taten. Erste Versuche mit einem 100-Liter-Waschkessel zeigten nicht den gewünschten Erfolg: einerseits war die Menge zu gering, andererseits war der Reifungsprozess zu kurz (zu schnell leer getrunken). Außerdem erschien der Brauprozess zu umständlich.

Alles in Eigenregie

Die drei Tüftler sammelten Edelstahlbehälter, Pumpen, Wageneile, Rohrleitungen und Dichtungen. Nachdem das Konzept passte, begannen sie mit der Realisierung. Alles wurde in Eigenregie erstellt. Einige Firmen, Handwerksbetriebe sowie Privatpersonen unterstützten Gradewald,Kaiser und Schultes, indem sie Geräte und Werkzeuge bereitstellten. Wertvolle Tipps erhielten die drei auch von Brauereien aus der Oberpfalz.

Große Tanks

Seit Herbst letzten Jahres investierten die drei Biermobil-Konstrukteure rund 600 Arbeitsstunden und eine stattliche Summe Geld in das Projekt. Am 5. April 2002 wurde dann der erste Sud beim Haupzollamt in Weiden angemeldet.

Die fahrbare Brauerei besteht aus einem 630 Liter dreiwandig stehendem Edelstahltank mit Holzfeuerung versehen und einem 630 Liter dreiwandig stehenden Edelstahltank mit Isolierung, Läuterboden und Kühlung, sowie zwei 500 Liter fassenden isolierten liegenden Edelstahltanks. Dazu gehören noch die Pumpen, Kupferrohrleitungen oder ein Drehstrommotor.

Pils und Zoigl

der Bierausstoß beträgt rund 500 bis 1000 Liter pro Sud. Möglich sind alle üblichen Brauverfahren. Hergestellt werden die gängigen Biersorten Pils, Zoigl, Kellerbier oder der etwas stärkere Hammersud. Eines ist den Konstrukteuren und Brauern besonders wichtig: "Auf keines unserer Biere bekommt man Kopfweh". Das Braumobil kann für Festlichkeiten aller Art bestellt werden. Interessierten Gruppen werden zweitägige Braukurse inclusive Übernachtung und Verpflegung angeboten.

Infos im Internet

Die nächste öffentliche Brauvorführung mit Bierverkostung findet bei der Schlemmermeile in Waldershof am 7. September 2002 statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.braumobil.de oder unter Telefon 09231/72460.

 

Bericht der Frankenpost vom 28.08.2002

In Lengenfeld Vorgestellt:

Erste Brauerei auf Rädern bereit zum Einsatz

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Prost! Wolfgang Gradewald, Gerhard Kaiser und Reinhard Schultes auf ihrer mobilen Brauerei.

 

Lengenfeld - Deutschlands erstes und einziges "Braumobil" - eine kleine Brauerei auf einem Lkw-Anhänger- wurde am Samstag in Lengenfeld bei Waldershof vorgestellt: Bei Festen kann man es anmieten und des eigene Bier brauen lassen. Die Idee dazu hatten vor etwa zwei Jahren Wolfgang Gradewald, EDV-Spezialist, Werkzeugmacher Gerhard Kaiser (beide aus Lengenfeld) und der Postbeamte Reinhard Schultes (Poppenreuth). Gradewald besuchte einen Braukurs in Bamberg. Die ersten Versuche mit 100 Liter Gerstensaft wurden in einem Waschkessel gefahren. Die Ergebnisse konnten sich genießen lassen, aber die Menge war zu gering, da das edle Getränk immer schon vor Abschluss der Reife leergetrunken war.

Um das Bierbrauen einem möglichst breiten Publikum vorzuführen, kamen die drei Tüftler auf die Idee, eine komplette kleine Brauerei auf Räder zu stellen. Angeboten werden Pils, Zoigl, Kellerbier und Hammersud. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.braumobil.de. Das nächste Mal wird das Braumobil beim Waldershofer Schlemmermarkt am 7. September präsentiert.

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